900 Jahre Kloster Roggenburg – Vorträge zur Roggenburger Klostergeschichte
Im Jahr 2026 feiert das Kloster Roggenburg ein außergewöhnliches Jubiläum: 900 Jahre bewegte Geschichte, geistliche Tradition und kulturelles Erbe. Seit seiner Gründung im Jahr 1126 ist das Kloster ein Ort des Glaubens, der Bildung und der Begegnung – tief verwurzelt in der Region und zugleich offen für neue Impulse.
Zu diesem besonderen Anlass lädt das Kloster Roggenburg in Kooperation mit der Gemeinde Roggenburg herzlich ein, an zwei Vortragsabenden mehr über die Geschichte des Klosters zu erfahren.
· Mittwoch, 22. April 2026
Der „Staat“ des Reichsstifts Roggenburg (15.-18. Jahrhundert)
mit Archivarin und Landeshistorikerin Dr. Sarah Hadry
In Bayerisch-Schwaben und Altbayern lebten zum Zeitpunkt der Säkularisation mindestens ein Viertel der Einwohner „unterm Krummstab“. Auch das Reichsstift Roggenburg übte um 1802 die weltliche Herrschaft über schätzungsweise 4.000 Untertanen aus. Über den Alltag dieser Menschen erfahren wir aus archivischen Quellen fast nichts. Denn diese obrigkeitlichen Unterlagen entstanden rein zu Verwaltungs- und rechtlichen Zwecken. Aber es lassen sich daraus immerhin Einsichten zu den Rahmenbedingungen dieser versunkenen Lebenswelten gewinnen:
Wie haben wir uns Umfang und Struktur der Roggenburger Grund- und Gerichtsherrschaft vorzustellen? Welche Bedeutung kam der spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Leibeigenschaft zu? Welche bäuerlichen Leiheformen herrschten vor? Und wie wirkte sich der barocke Baueifer der Prälaten auf das Volk aus?
Diesen Fragen geht der Vortrag der Archivarin und Landeshistorikerin Dr. Sarah Hadry nach.
· Mittwoch, 20. Mai 2026
Die barocke Sakralbautätigkeit des Klosters Roggenburg
mit Dr. Ariane Schmalzriedt
Der Vortrag möchte einen Einblick in die barocke Sakralbautätigkeit des Klosters Roggenburg geben. Dabei soll es neben dem Zentrum mit seiner bedeutenden Klosterkirche vor allem um die Bautätigkeit in den Dörfern der ehemaligen Klosterherrschaft gehen. Dort wurde gerade im Verlauf des 18. Jahrhunderts rege umgebaut, erneuert und teils auch ganz neu gebaut.
Selbstverständlich spielten die Äbte als Bauherren eine bedeutende Rolle – gehörte Bauen gerade in der Barockzeit doch zur „Standespflicht“ eines jeden Prälaten.
Zur Entstehung dieses Kultur und Landschaft prägenden barocken Mikrokosmos trugen jedoch auch zahlreiche weitere Akteure wie Pfarrer, Mitglieder der Gemeinden, Handwerker und Künstler bei. Ihr sowohl materieller als auch immaterieller Beitrag zum barocken Kirchen- und Kapellenbau wird vor allem im Spiegel historischer Quellen sichtbar. Diese gewähren einen „Blick hinter die Kulissen“ der barocken Sakralbauten und geben Aufschluss über die zahlreichen Motive sowie die Finanzierung dieser Bauwerke.
Veranstaltungsort: Refektorium
Beginn: jeweils 19 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr
Eintritt pro Person:
Vorverkauf: 6 Euro (erm. 4 Euro*)
Abendkasse: 8 Euro (erm. 6 Euro*)
*Ermäßigter Eintrittspreis nur bei Vorlage folgender Nachweise: Schulausweis, Studierendenausweis, Freiwilligenausweis, Behindertenausweis, Azubi-Card, Jugendleiter-Card oder Ehrenamtskarte
Kartenreservierung unter Tel. (0 73 00) 96 11-550 oder per E-Mail an:
kartenreservierung@kloster-roggenburg.de
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage unter www.jubilaeum.kloster-roggenburg.de
Bei den Vorträgen handelt es sich um eine Kooperation mit der Gemeinde Roggenburg.


