Faire Preise auch für die heimische Landwirtschaft

Projekt "Die faire Milch"

Projekt "Die faire Milch" - Bildquelle DFM Vermarktungs GmbH

Immer mehr Menschen achten bei ihrem Einkauf auf Nachhaltigkeit und greifen zu fair gehandelten Produkten. Dieser Gedanke hat sich zum Beispiel bei Kaffee, Kakao oder Schokolade längst durchgesetzt. Die Produzentinnen und Produzenten, z.B. in Südamerika oder Afrika, bekommen so ein faires Einkommen und können die Existenz ihrer Familie sichern.

 

Aber wie sieht es mit der heimischen Landwirtschaft aus? Auch in Deutschland bekommen zum Beispiel die Milchbäuerinnen und Milchbauern keine kostendeckenden Preise für ihre Milch. Immer mehr bäuerliche Familienbetriebe können von ihrer Arbeit nicht mehr leben. Dieses hat zu einem massiven Höfesterben in den letzten Jahrzehnten geführt.

 

Das Projekt „Die faire Milch“ geht hier seit über 10 Jahren einen konsequent anderen Weg. In der Hand von 100 bäuerlichen Familienbetrieben in ganz Deutschland haben die Landwirtinnen und Landwirte ihre eigene Marke auf den Weg gebracht – ohne eine Großmolkerei oder einen Konzern im Hintergrund.

 

45 Cent müsste eine Milchbäuerin oder ein Milchbauer für den Liter Milch bekommen, um alle Kosten zu decken. Und genau dieser vollkostendeckende Preis wird bei „die faire Milch“ fest einkalkuliert. Alle so erwirtschafteten Mehrerlöse werden zu 100 % an die teilnehmenden Höfe ausgeschüttet. Im Gegenzug verpflichten diese sich zu vielfältigen Umwelt- und Tierwohlmaßnahmen. Futtermittel aus Übersee und Gentechnik sind bei „die faire Milch“ nicht erlaubt und auch die Anzahl der Tiere, die auf den Höfen gehalten werden dürfen ist begrenzt. So können die Familienbetriebe in einer regionalen Kreislaufwirtschaft arbeiten, die Futtermittel auf dem eigenen Betrieb anbauen und viele Maßnahmen für den Umweltschutz und das Tierwohl umsetzen.

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