Bananen - Energielieferant und Importschlager

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Wussten Sie, dass Bananen das am meisten konsumierte Frischobst weltweit ist?

 

Allein Deutschland importiert jährlich ca. 1,4 Millionen Tonnen Bananen, um der hohen Nachfrage nachzukommen. Die Händler sowie Supermärkte versuchen dabei das Produkt Banane so kapitalbringend wie möglich zu verkaufen - auf Kosten der produzierenden Kleinbauern sowie Plantagenarbeiter*innen, denn diese bekommen den Preisdruck direkt zu spüren. Kleinbauern müssen für viel geringere Preise produzieren, als es eigentlich tragbar ist, wodurch ihre Existenz bedroht ist. Aus diesem Grund müssen dann auch oft Kinder mitarbeiten, um ihre Familien finanziell zu unterstützen. Auf Bananenplantagen herrschen katastrophale Arbeitsbedingungen mit Löhnen weit unter dem Mindestlohn, 15-Stunden-Tagen und wenig Augenmerk auf Aspekte wie Arbeitsschutz oder ein gesichertes Einkommen. Auch gewerkschaftliche Rechte werden vielerorts nicht gestattet, wodurch eine Organisation der Arbeiter*innen fast unmöglich gemacht wird. Dazu kommt, dass die im konventionellen Anbau uneingeschränkt genutzten Pestizide gesundheitliche Schäden und den Verlust der Biodiversität verursachen.

 

Wenn beim Einkauf auf das FAIRTRADE-Siegel geachtet wird, kann der/die Konsument*in viele dieser negativen Produktions-bedingungen und -folgen vermeiden, denn FAIRTRADE macht sich für die Kleinbauernfamilien stark und unterstützt die Plantagenarbeiter*innen.

 

FAIRTRADE hat genau festgelegte Standards für Arbeitsbedingungen, die auf den Richtlinien der International Labor Organization (ILO) basieren. Sie beinhalten das Verbot von Zwangs- und Kinderarbeit sowie Maßnahmen für einen ausreichenden Gesundheits- und Umweltschutz, wie z.B. den eingeschränkten Gebrauch von Agro-Chemikalien und das Einsatzverbot bestimmter Pestizide. Außerdem haben die Arbeiter*innen auf Fairtrade-Plantagen das Recht, sich gewerkschaftlich zu organisieren und damit für ihre Anliegen einzutreten. Sie wählen auch ein „Fairtrade-Prämienkomitee“, das über den Einsatz der Fairtrade-Prämie berät. Durch die Fairtrade-Prämie hat die ganze Gemeinschaft einen Mehrwert, denn es können z.B. Mikrokreditprojekte, Pensionsversicherungen oder auch die Schulbildung der Kinder finanziert werden. Wichtig ist, dass es sich um soziale, ökologische oder ökonomische Projekte handelt. Für die Bauernfamilien gibt es auch eine Fairtrade-Prämie sowie demokratisch organisierte Kooperative, die ihnen eine höhere Verhandlungsmacht, einen einfacheren Zugang zu Finanzierungen und die Option von gemeinschaftlichen Anschaffungen gibt. Durch diese Aspekte können sie ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern und damit auch ihre Lebensumstände.

 

FAIRTRADE schafft somit einen respektvollen und wertschätzenden Umgang mit den Produzenten. Konsumenten können durch ihre Kaufentscheidungen dies unterstützen!

 

Quellen: Hintergrund - Fairtrade-Bananen: Fairtrade Deutschland (fairtrade-deutschland.de), Eine Welt Laden Weißwasser • Früchte • Bananen, zugegriffen am 29.09.2022.

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